Warum dein Zeitmanagement als Freelancer entscheidend ist

Netflix. Instagram. WhatsApp. YouTube. Und wie sie nicht alle heißen.

Die großen Ablenkungen meines Lebens.

Ich glaube fast, keine andere Generation hatte so sehr mit potenziellen Störquellen zu kämpfen wie unsere.
Ich muss ehrlich gesagt sogar mein Smartphone weglegen, sobald ich arbeiten will. Aber auch, wenn ich alles andere, was mich eventuell ablenken könnte, aus meinem Fokus verbanne.

Es passiert mir relativ häufig, dass ich am Ende des Tages das Gefühl habe, nichts geschafft zu haben. Zumindest nicht wirklich.
Dieses Gefühl, seine Zeit beziehungsweise seinen Tag nicht richtig genutzt zu haben, finde ich sehr bedrückend.
Vor allem fühlt es sich umso seltsamer an, wenn man den ganzen Tag eigentlich beschäftigt war.
Und trotzdem kommen dann am Abend diese Gedanken …

»Ich hätte auf jeden Fall noch diese eine Sache schaffen müssen.
Projekt X schiebe ich auch schon seit Ewigkeiten vor mir her.
Und Sport habe ich heute auch nicht geschafft. Mal wieder.«

Du ahnst es: Zeitmanagement ist eine Wissenschaft für sich.

Und gerade für uns als Freelancer ist Zeitmanagement noch einmal einen Tick wichtiger als für Arbeitnehmer in einem festen Beschäftigungsverhältnis mit fixen, aufgetragenen Aufgaben.
Immerhin müssen wir unsere Zeit selbst managen und dahingehend unsere Aufträge ausrichten.

Noch mehr Infos zu Klischee vs. Realität der Arbeit eines Freelancers erfährst du übrigens hier.

Fangen wir also mit den Basics des Zeitmanagements an

Was brauchen wir an Fähigkeiten, um nicht nur am Ende des Tages, sondern auch generell eine gute Balance zwischen Freizeit und Arbeit zu kreieren?

Als ich als Freelancerin anfing, gab es für mich eine riesige Herausforderung, die mein Zeitmanagement unmittelbar (negativ) beeinflusste:
Meine Unfähigkeit, die Arbeit auch wirklich ruhen lassen zu können.

Weitläufig nennt man das auch „Feierabend machen“.
Ich konnte die Kunst des Feierabendmachens nicht. Zumindest nicht gedanklich. Selbst, wenn ich mit meinem Zeitmanagement perfect on time war. Und auch, wenn ich alle Tages- und Wochenziele akkurat eingehalten und erreicht hatte.

Dieses bestimmte Summen im Hinterkopf konnte ich nicht ausschalten.
Immer die Fragen, ob ich wirklich genug getan hatte. Ob ich jetzt wirklich die Beine hochlegen darf. Ob ich den Tag nicht noch besser hätte nutzen können. Nicht noch mehr Kunden an Land ziehen hätte können. Ob ich vielleicht nicht doch noch effizienter arbeiten könnte.

Kurzum: Zur Ruhe kommen, also wirklich zur Ruhe kommen, war kaum möglich.

In der Regel haben die wenigsten Freelancer ein Problem damit, sich hohe Ziele zu stecken, Pläne akribisch zu verfolgen und ohne Ende dafür zu arbeiten.

Zeitmanagement bedeutet dann aber oft auch:
„Wie kann ich noch mehr Arbeit effizient in meinen Tag quetschen, ohne dass ich zusammenbreche?“

Die Folge ist dann oft das schlechte Gewissen in der Freizeit. Oder, noch dramatischer, wir werden wie gelähmt.
Denn der Anspruch, perfekt effizient zu sein, kann auch mal so einschüchternd werden, dass wir gar nicht mehr ins Handeln kommen.

Was bedeutet also wirklich gelungenes Zeitmanagement?

Zeitmanagement meint übersetzt nichts viel anderes als:
Ich fühle mich als Herrscher bzw. als Herrscherin meiner Lebenszeit wohl. Meine Arbeits- und Freizeit ist in Balance.

Funktioniert dein Zeitmanagement nicht, funktioniert auch die Work-Life-Balance nicht.

Zeitmanagement gelingt für mich am besten, wenn ich verbindlich für mich festlege, was genug bedeutet.
Genug für einen Tag. Genug für eine Woche. Genug für einen Monat.

Wer sein eigenes Genug kennt, kann sich besser von den natürlich ineinanderfließenden Strömungen von Arbeit und Freizeit abgrenzen.

Als Freelancer wirst du viel wahrscheinlicher und heftiger damit zu kämpfen haben, dass du die Arbeit (gedanklich) nicht ruhen lassen kannst.
Deswegen brauchst du ein verbindliches wie auch realistisches Genug.

Ein Genug ergibt sich für mich aus dem Zusammenspiel aus Fokus- und Energiemanagement.
Vor allem die Kapazitäten unseres Fokus überschätzen wir oft dramatisch.

Wenn wir jedoch nicht fokussiert an unserer Arbeit sitzen, ist die Gefahr groß, am Ende nichts Brauchbares zu produzieren.
Und schon wird aus dem Gefühl, nicht viel geschafft zu haben, Realität.

Mit mehr Realismus zu mehr Work-Life-Balance

Klar, es ist immer gut, hohe Ziele zu haben.

Aber wir brauchen auch Schlaf. Und wir brauchen Zeit für uns, zum Essen, zum Trinken, zum Duschen. Zum Leben.
Und der Tag wird niemals mehr als 24 Stunden haben.

Sei also realistisch. Mit deinen Zielen. Aber vor allem mit deiner Selbsteinschätzung.

Beobachte dich:

  • Wie lange kannst du deinen Fokus wirklich auf deinen Aufgaben halten?
  • Was ist ein (kleines/eindeutiges) Signal, dass du eine Pause brauchst?
  • Wie kannst du deine Pausen so gestalten, dass sie auch wirklich eine erholende Qualität haben?
  • Wie viel Energie brauchst du für deine Arbeit insgesamt?
  • Wie viel Energie brauchst du, um dich zu erholen?
  • Welche Aktivitäten geben dir Energie zurück?

Fazit zum effizienten Zeitmanagement als Freelancer

All das sind wichtige Fragen, die du, meiner Meinung nach, für ein realistisches Zeitmanagement brauchst.

Im Prinzip geht es bei diesen Fragen darum, den DNA-Code deines Zeitmanagements zu entschlüsseln.
Jeder Mensch ist unterschiedlich in seinem Fokus- und Energieverhalten. Es kann dementsprechend nicht DAS eine Schema für ein gelungenes Zeitmanagement geben.
Nur du selbst kannst wissen, welches „Genug“ deine Work-Life-Balance-Waage auf einem gesunden Level hält.

Zum Glück leben wir in einem äußerst technisierten Zeitalter.
Es gibt unzählige Apps und Tools, die dir dabei Hilfestellungen an die Hand geben.
Sie können wirklich sehr nützlich sein, um dich aktiv durch den Tag und deine Wochen zu führen.

Vor allem in Hinblick auf Teamarbeit ist ein gutes Tool zur Organisation unumgänglich.
Dafür eignet sich beispielsweise Asana sehr gut. Dies ist eine sehr einfach zu bedienende Plattform, die dir bei deinen To-dos hilft, nicht mehr den Überblick zu verlieren.

Apropos Tipps und Tools: Hier findest du Tipps, wie du deine Zeit im Homeoffice erfolgreich nutzt.

Du siehst: Zeitmanagement ist mehr als nur ein guter Plan im Kopf.

Zeitmanagement ist vor allem die realistische Selbsteinschätzung, auf Grundlage derer man seine Ziele angehen kann.
Zeitmanagement bedeutet auch nicht immer „mehr, mehr, mehr“!
Zeitmanagement heißt vor allem auch Abgrenzung und Fokus.

Erlaube es dir. Du wirst erstaunt sein, wie viel Kraft du daraus schöpfen kannst.

Deine Work-Life-Balance wird es dir danken.

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