Wie du eine einfache Website für dein Business baust

Schon Bill Gates hat gesagt:

»Das Internet ist wie eine Welle:
Entweder man lernt, auf ihr zu schwimmen, oder man geht unter.«

Ok, ok, dass also eine Website die heutige Visitenkarte eines Unternehmens ist, haben wir alle verstanden.

Gott sei Dank hat aber auch Tim Berners-Lee noch hinzugefügt, dass das Web mehr eine soziale als eine technische Erfindung sei. Puh.

Na gut, dann wissen wir schon mal das WAS und das WARUM.

Fehlt nur noch das WIE, richtig?

Und deswegen will ich mich heute um die „technische“ Seite eurer digitalen Visitenkarte kümmern.

Um danach übrigens die Inhalte für diese Website bzw. Landingpage zusammenzustellen, kann ich dir diesen Blogartikel einer meiner Lieblings-Marketing-Blogs Chimpify empfehlen.
Sehr geil zu lesen übrigens. 😉

Jetzt geht’s aber erst einmal um das ganze Drumherum und wie du überhaupt anfängst.

Lass dich schon einmal vorwarnen:
Ohne Fachbegriffe geht’s leider nicht.
Da dir diese Wörter aber immer wieder begegnen werden, ist deren Einprägung zumindest nicht für die Katz‘.

Plus ein kurzer Disclaimer:
Abgesehen von den ganzen neuen Fachbegriffen, die jetzt vielleicht auf dich einprasseln werden:
Um meine Schritt-für-Schritt-Anleitung effizient und vor allem erfolgreich umsetzen zu können, ist etwas an technischem Verständnis nötig.
Jemand, der sonst nicht wirklich mit Computern was am Hut hat, sollte sich dafür definitiv professionelle Unterstützung holen oder das Ganze über einen Komplettservice (Website-Builder) wie z. B. Wix erstellen oder zumindest den Provider für die Installation des CMS beauftragen, (geht bei vielen über Mausklick).
Und: Natürlich kann dieser Artikel nicht dem Anspruch einer ganzheitlichen Darstellung à la „Wie baue ich mir eine Website“ genügen, aber in jedem Fall soll er einen ersten Überblick schaffen und kann auch hoffentlich ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Was dich in diesem Artikel erwartet:

  1. Suche nach einer passenden Domain
  2. Suche nach einem passenden Hosting-Provider und Datenpaket
  3. Wenn WordPress, .com oder .org?
  4. Installation und erste Einstellungen
  5. Auswahl eines passenden Themes und nötiger Plugins
  6. Warum ein Pagebuilder dir sehr viel Arbeit ersparen kann
  7. Feintuning

1. Suche nach einer passenden Domain

Zuallererst musst du wissen, dass deine Domain als deine Adresse im Web fungiert und von daher leicht zu finden sein sollte.

Vergleiche sie mit dem Standort eines Geschäfts: Kunden würden es in Bestlage in der Innenstadt mit guter Anbindung eher aufsuchen als in einem versteckten Hinterhof mitten in der Pampa.

Dafür kann auch der Name deiner Domain hilfreich sein:
Etwas Persönliches, leicht zu Merkendes oder eine mit der Dienstleistung assoziierte Brand wird viel eher geklickt als ein Name, der nichtssagend oder kompliziert ist.
Gute Beispiele hierfür sind z. B. sandraholze.com, chimpify.de oder makler-mit-cap.de, (übrigens eine Adresse, die sich mein Versicherungsmakler zulegen sollte, da er mittlerweile als „Makler mit Cap“ bekannt ist. 😉 ).

Natürlich sind mittlerweile sehr viele Adressen bereits besetzt bzw. verkauft, aber du kannst auf Provider-Sites, wie z. B. von Domainfactory testen, was noch frei wäre.
Es werden bei einer Suche auch gleich Alternativvorschläge gegeben. Einfach mal ausprobieren!

Zur Sache mit der Top-Level-Domain, d. h. die Endung nach deinem Wunschnamen:
Früher hatten tatsächlich bestimmte TLDs eine positivere und manche eine negativere Reputation.
Aus SEO-Sicht hat das heute, außer in Bezug auf das Zielland und deine Zielgruppe, keine Bedeutung mehr.
Wenn du dich also z. B. an den deutschen Markt wendest, solltest du die Endung .de bevorzugen.
Wenn du auf der künstlerischen Schiene unterwegs bist, kannst du auch eine Endung nehmen, die mit deinem Wunschnamen zusammen besonders harmoniert, wie z. B. deineband.rocks. 😉

In jedem Fall musst du diese Domain bei einem Provider kaufen und jährlich dafür bezahlen, was allerdings (je nach TLD) nur zwischen ca. 12–60 Euro ausmacht.

2. Suche nach einem passenden Hosting-Provider und Datenpaket

Stichwort Provider:
Ich würde dir empfehlen, der Einfachheit halber beim gleichen Provider die Domain zusammen mit dem nötigen Hosting-Paket zu kaufen.
Dann hast du nur einen Ansprechpartner für alles Technische rund um deine Website.
Meine Empfehlung für den deutschen Markt ist Domainfactory (aus eigener positiver Erfahrung) und auch Raidboxes.

Was du bei der Provider-Wahl beachten solltest:

  • Achte auf die Nähe der Server an deinem Zielmarkt, d. h. die Server des Providers sollten in der Nähe deiner Zielgruppe liegen. (Also z. B. nicht in Singapur, wenn du deutsche Kunden ansprechen willst.)
  • Falls du dich technisch nicht wirklich auskennst, wähle stets einen Managed Server (= Standard).
  • Der Provider sollte das CMS deiner Wahl (wie z. B. WordPress) unterstützen, d. h. der Provider muss eine für das CMS passende PHP-Version und SQL-Datenbank zur Verfügung stellen sowie für z. B. WordPress über Nginx oder Apache (= Software des Servers) mit mod_rewrite-Modul laufen.
    Da WordPress jedoch so verbreitet ist, bieten dies die meisten Hoster mittlerweile an und du musst nur noch auf die Kompatibilität mit WordPress achten.
  • Ein SSL-Zertifikat (zur sicheren Identifizierung der Website) sollte inkludiert sein.

Du bekommst diese Hosting-Pakete schon ab 5 Euro pro Monat, wobei der im kleinsten Paket inkludierte Umfang (wie z. B. Speicherplatz) für den Anfang (vor allem für nur eine Landingpage) genügen sollte.

Übrigens: Bei einem solchen Hosting-Paket ist auch immer eine eigene E-Mail-Adresse dabei, die deinen Domainnamen nach dem „@“ führt.
Schluss mit unprofessionell wirkenden E-Mail-Adressen à la meinebrand@gmx.de. 😉

3. Wenn WordPress, .com oder .org?

Wie du vielleicht schon weißt, gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, das CMS WordPress zu nutzen.

Entweder über .com – komplett über WordPress verwaltet – oder über .org – selbst gehostet und mit voller Eigenkontrolle.

Nun, Letzteres hört sich nicht nur besser an, sondern kommt auch mit sehr vielen Vorteilen, die jemanden mit professionellem Anspruch und nicht nur Hobbyblogger-Ambitionen davon überzeugen sollten.

Da ich wirklich jedem, der sein Ziel mit diesem Anspruch verfolgen will, .org ans Herz lege, will ich hier ausschließlich die Vorteile von .org (im Vergleich zu .com) sowie die eventuellen Herausforderungen, (die ich jedoch nicht als Nachteile sehe), nennen.

Vorteile .org:

  • Die Saas (Software as a Service – Nutzung der Software online ohne lokale Installation) ist in ihrem vollen Umfang kostenlos.
  • Du bist im Besitz all deiner Daten und hast auch die komplette Kontrolle darüber – WordPress hat also nicht die Möglichkeit, deine Website aus eigenem Ermessen zu löschen.
  • Du bist in der Wahl von Themes und Plugins völlig frei.
  • Du kannst Google Analytics, Adds und sogar Verkaufsshops einbinden.
  • Vor allem mit einer eigenen Website- und E-Mail-Adresse, die für eine professionelle Lösung nicht „wordpress“ im Namen führen sollte, ist der Preis sogar mit dem kleinsten Paket von .com fast identisch.

Potenzielle Herausforderungen bei .org:

  • Du musst dich erst etwas einlesen, um die technischen Hintergründe zu verstehen.
  • Du musst dich selbst um eine Domain und einen Hoster kümmern.
  • Im Vergleich zur Gratis-Variante von .com hast du Kosten.
  • Du bist für Aktualisierungen, Backups etc. selbst verantwortlich.

4. Installation und erste Einstellungen

Falls du dich nun, wie ich hoffe, für die selbst gehostete Variante deiner Website auf .org entschieden hast, kannst du eigentlich gleich loslegen!

Für die Installation der Software auf deinem Webserver kannst du entweder eines von zahlreichen Online-Tutorials schauen oder es auch einfach über deinen Webhoster mit einer One-Klick-Installation erledigen lassen.
Infos zu Einstellungen für deine E-Mail-Adresse findest du ebenfalls bei deinem Provider.

Sobald alles installiert ist, klick dich erst einmal durch die Benutzeroberfläche.

Was du unbedingt unter „Einstellungen/Allgemein“ voreinstellen solltest:

  • Titel (und Untertitel) deiner Website
  • deine Zeitzone, das Datums- und Uhrzeitformat, die Sprache
  • Permalinks auf „Beitragsname“
  • Sichtbarkeit für Suchmaschinen (= Indexierung) aktivieren
  • überlege, ob du Kommentare auf deiner Site erlauben möchtest
  • lösche den Beispiel-/Demo-Content (Beiträge, Seiten, Medien, Plugins)

5. Auswahl eines passenden Themes und nötiger Plugins

Ein Theme ist wie eine Design-Vorlage, wie deine Website grob aussehen könnte.

Themes unterscheiden sich in Bezug auf verfügbare Seitenlayouts, Widgets (Seiten-Teilbereiche) und Einstellmöglichkeiten.
(Eine Website basiert übrigens stets auf zugrunde liegendem Code, der unbedingt korrekt sein sollte – sie ist grundsätzlich kein „Bild“, auf dem nach Belieben „gezeichnet“ werden kann.)

Natürlich kannst du ein kostenloses Theme verwenden, bist aber in der Gestaltung und Erweiterung von Inhalten relativ eingeschränkt.

Ich empfehle dir, dich in Bezug auf deine Bedürfnisse und deine Branche z. B. auf Themeforest von envatomarket umzuschauen und dahingehend ein passendes Theme auszuwählen.

Wichtige Dinge, die du bei deiner Themeauswahl berücksichtigen solltest:

  • Finde über Bewertungen oder Empfehlungen die Aktualität, technische Sauberkeit und intuitive Anwendung heraus.
  • Achte auf eine verständliche Dokumentation und guten Support.
  • Wähle kein sogenanntes Multi-Purpose-Theme, das mit Funktionen komplett überladen ist, die du gar nicht alle brauchst, sondern entscheide in Bezug auf deine Bedürfnisse und deine Branche. (Z. B. braucht ein Schmuckdesigner ganz andere Bestandteile auf einer Website als ein Fotograf.)
  • Achte auf eine ordentliche Responsivität für mobile Geräte.

Plugins sind kleine Programme, die du in deinem CMS zusätzlich installieren kannst, falls die gewünschte Funktion nicht bereits in deinem Theme enthalten ist.

Überfrachte deine Website jedoch nicht mit zu vielen Plugins, da sie die Seitenladegeschwindigkeit beeinflussen – ein guter Richtwert liegt bei max. 10.

Gute und sinnvolle Plugins sind meiner Meinung nach z. B. Autoptimize, Broken Link Checker, UpdraftPlus und Yoast SEO, (Begriffe einfach unter dem Menüpunkt „Plugins“ suchen und kostenlos installieren).

6. Warum ein Pagebuilder dir sehr viel Arbeit ersparen kann

Ein Pagebuilder ist sozusagen ein unterstützender Website-Baukasten bzw. ein relativ umfangreiches Plugin, das dir in Bezug auf Gestaltungsmöglichkeiten deiner Website sehr viel abnimmt.

Viele Pagebuilder kommen mit einer Art Plug-and-Play-Funktionen und Klick-Einstellungen, wodurch du alles intuitiv bedienen kannst.

Meine persönliche Empfehlung ist übrigens Elementor (Pro) in Kombination mit dem GeneratePress-Theme.

Besonders wenn du (noch) nicht so viel Ahnung von CSS oder gar JavaScript hast, wird dir die Nutzung eines Pagebuilders sehr viel Zeit und Nerven ersparen.

Achte jedoch (wie bei einem Theme) darauf, dass der Pagebuilder nicht komplett überfrachtet ist, sondern auf Effizienz setzt.

7. Feintuning

Nachdem du nun die Basis bzw. das Grundgerüst deiner Website nach deinem eigenen Corporate Design festgelegt hast, geht es ans Feintuning.

  • Lege eine Menüstruktur und gewünschte Navigation fest.
  • Erstelle die einzelnen Seiten, die du haben möchtest, wie z. B. eine Impressum-, Datenschutz-, AGB- und Kontakt-Seite.
  • Falls du ebenfalls eine Blog-Seite inkludieren willst, erstelle einzelne Beiträge.

Bei allen textlichen Inhalten sollte natürlich auch die Lesbarkeit für den Leser und für Suchmaschinen berücksichtigt werden. (Stichwort: semantische Textstrukturierung und Flesch-Index)
Hierbei kann dir bereits während der Erstellung das Plugin Yoast SEO gute Dienste leisten und hier findest du noch weitere Informationen speziell zur Erstellung von Blogposts.
Du kannst dies alles natürlich auch einem Profi (wie z. B. uns) überlassen.

Ich hoffe, dir mit diesem kurzen Überblick eine erste Hilfe gegeben zu haben, um mit deiner Website starten zu können – und zwar ohne an der Technik komplett zu verzweifeln.
Das Ganze wird nicht innerhalb von ein paar Stunden über die Bühne gehen werden, aber du hast ja immer noch die Möglichkeit, einen Profi mit dem Aufsetzen und der Gestaltung deiner Website zu beauftragen.

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