„das“ oder „dass“? Beeindrucke dein Tinder-Date!

„Die Meisten meiner Freunde schätzen an mir das ich verrrückt und kreatif bin!“

… schrieb Martin aus Köln und hoffte auf viele Matches.

Könnt ihr euch vorstellen, warum diese jedoch auf sich warten ließen?

Natürlich lag es nicht nur an diesem einen Satz, sondern vielmehr an Martins komplettem Vorstellungstext auf der Plattform Tinder, der im gleichen Stil und auch leider in der gleichen schlechten sprachlichen Qualität verfasst war.

Fast könnte man meinen, dass hier sprichwörtlich Hopfen und Malz verloren ist. Naja, Hopfen und Malz muss hier wahrscheinlich eher en masse fließen, damit man über die Fehler des Textes hinwegsehen kann. 😉

Aber lassen wir den armen Mann nicht im Regen stehen und helfen ihm heute zumindest schon einmal dabei, „das“ und „dass“ in Zukunft unterscheiden zu können. Damit er vielleicht auch irgendwann seine ebenso sprachlich begeisterte Traumfrau kennenlernen kann!

Das Mysterium um die kleinen Wörtchen „das“ und „dass“

Zunächst einmal:

Die Thematik um die Unterscheidung von „das“ und „dass“ gehört übrigens auch zu unseren Top 10 der beliebtesten Rechtschreibfehler!

  1. „das“ ist ein Artikel für sächliche Nomen (z. B. das Haus), ein Demonstrativ- UND ein Relativpronomen. Ja, die deutsche Sprache ist sehr vielfältig.
    Schwerpunktmäßig soll es hier um das Relativpronomen gehen: „Das“ bezieht sich immer auf ein vorher erwähntes sächliches Nomen und kann (meist) durch „was/welches“ ersetzt werden (z. B.: „Ein großes Haus, das/was/welches viele Zimmer hat, ist der Wunschtraum vieler.“) Ausgesprochen wird es eher lang und ist auf „a“ betont.
  2. „dass“ ist eine Konjunktion, die zwei Sätze miteinander verbindet bzw. voneinander abhängig macht. Es bezieht sich immer auf eine Tätigkeit/eine Aktion/etwas, das passiert … des Hauptsatzes (z. B.: „Martin ist der Meinung, dass er bei Tinder viele Frauen kennenlernen wird.“) Ausgesprochen wird es eher kurz und auf „ss“ betont.
  3. Diejenigen, die „das“ und „dass“ perfekt auseinanderhalten können, sind nicht zwingend besonders smart oder haben in der Schule gut aufgepasst. Manchmal geht es einfach nur um ein lang antrainiertes Sprachgefühl, das besonders mit extensivem Lesen und Schreiben eingeübt wurde.

„Hilfe?“

Nein, bitte nicht verzweifeln, falls Punkt 3 nicht auf dich zutrifft oder du nicht mit dieser Perfektion geboren wurdest.
Mit ein paar Tricks, die ich hier verraten werde, ist die s-Perfektion auch für DICH möglich!

  • Trick 1!
    Fange zu LESEN an! Natürlich etwas Anspruchsvolles, bei dem die sprachliche Qualität auch stimmt. Während des Lesens müssen die verschiedenen „das/dass“-Varianten entsprechend ihrer Bedeutung betont werden. D. h. jedes „das“ lang und jedes „dass“ kurz. Das Gehirn prägt sich irgendwann die spezifischen Einsatzzwecke ein und kann bald automatisch zwischen „das“ und „dass“ unterscheiden.
  • Trick 2!
    Werde zum BESSERWISSER! Ungefragt deine Freunde verbessern? Wiederholt dein neu erworbenes Wissen präsentieren? Bei jeder Gelegenheit über die richtige Schreibweise nachdenken? Ja, ja, JA! Nutz jede Gelegenheit, um die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche von „das“ und „dass“ kennenzulernen und zu verinnerlichen.
  • Trick 3!
    Wenn du etwas mehr Zeit hast, empfehle ich dir, schriftlich oder auch nur mündlich UMSTELLPROBEN zu machen. Dies bedeutet, dass du versuchst, jedes „das“ und jedes „dass“ mit einem „was/welches“ auszutauschen. Falls dies möglich ist, handelt es sich um „das“ als Relativpronomen. Falls nicht, muss ein „dass“ mit zwei s geschrieben werden.

Natürlich gibt es auch im Netz eine große Menge an Übungen, Erklärungen etc., die du selbstverständlich AUCH nutzen kannst.
Meine Lieblings-Internet-Quelle ist und bleibt übrigens immer noch der Duden! Nein, keine Schleichwerbung, meine tiefste Überzeugung.

Im Zweifel kannst du auch immer den Lektor deines Vertrauens fragen, also mich!

♡ Wir haben übrigens auch schon Oldschool-Liebesbriefe korrigiert. ♡ Diskretion ist bei JEDEM Dokument unser oberstes Gebot. Perfekt für dein nächstes Tinder-Date! 😉

Eine super Schwarmintelligenz-Quelle ist auch unsere Facebook-Gruppe der „Sprachlichen Zweifelsfälle“, falls du bei einem Problem nicht weiterweißt – schau mal vorbei!

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